Die Geschichte des königlich sächsischen Oberförstereigutes in Lauter

ca. 1850

Bau des Haupthauses vermutlich auf den alten Mauern eines früheren Bergbaugebäudes, welches den Flammen zum Opfer fiel (Brandspuren, die bei der Sanierung 2002/2003 in einer doppelten Decke im Erdgeschoss gefunden wurden deuten, wie der unterschiedliche Baustil der einzelnen Räume des EG, darauf hin)

bis 1855

An- und Ausbau des Annwesens zum königl. sächs. Oberförstereigut

20. Mai 1855

Einzug des Oberförsters Müller der bis dahin im alten Forsthaus in der Fischhausstr. gewohnt hat

1905/1906

gravierender Umbau im inneren des Hauses, Der Bauzustand aus dieser Zeit ist zum größten Teil heute noch bzw. wieder zu finden. Die schönen Nischen in den Gasträumen der AD Galerie wurden vermutlich im Zuge dieser Umbauarbeiten zugemauert und erst zur Sanierung im Jahre 2002/2003 wieder gefunden und freigelegt.

1945

Die sowjetische Kommandantur wird im Haus untergebracht. Der kleine Gewölbekeller dient als Verließ.

ca. 1946

Durch umfangreiche Um- und Einbauten werden im Haus mehrere Wohnungen geschaffen. So wird aus dem bisherigen Waschhaus ein Bad für ca. 7 Mietparteien. Im Annbau entsteht eine Arztpraxis.

ca. 1949

Die SED- Ortsparteileitung bezieht das Kreuzgewölbe

ca. 1960 ?

Die Stadt Lauter wird Eigentümer des Forsthauses

ca. 1974

Der Vier-Seiten-Hof verliert die Nordseite - eine 2-geschossige Scheune als Feldstein-/ Fachwerkbau - und einen Großteil seiner wunderschönen Umgrenzungsmauer (von dieser sind heute nur noch 4 Meter erhalten) zu Gunsten  von Eigenheimen. Auch das Rundbogentor fällt diesen Abrissarbeiten zum Opfer.

ca. 1972

Vorm Haus wird die Stützmauer erneuert. In diesem Zuge wird vom Vorgarten ein ca. 5m breiter Streifen zur Verbreiterung der Kreuzung geopfert. Die mit Natursteinen belegte und von einem Schmiedeeisernen Zaun umgrenzte Terrasse wird zur "1. Mai-Tribüne" für die winkenden Genossen umfunktioniert und mit Betonplatten ausgestattet.

ca. 1980 ?

Im Erdgeschoß wird die Gaststätte "zum Forsthaus" eingerichtet.

2000

Das Land Sachsen wird neuer Eigentümer des Forsthauses.

19. September 2002

Andreas Dehnel und Jana Peschke kaufen das Forsthaus vom Freistaat Sachsen. Bereits 3 Tage vorher beginnen die grundlegenden Sanierungsarbeiten. Zum Zeitpunkt des Kaufes befindet sich nur noch die Artzpraxis Dr. Kerz im Anbau.

November 2002

Das Haus kann sich von außen wieder sehen lassen. Neue Fenster - als Vorbild dienten die von ca. 1900 -, neue Farbe und 3 etwas größer wiedererrichtete Dachgauben zieren das ehrwürdige Forsthaus.

23.Dezember 2002

Ca. 900m² Naturschiefer glänzen nun auf dem fertigen Dach und an den Giebeln.

27. Dezember 2002

Während noch im letzten Zimmer gemalert wird, läuft der Umzug in die inzwischen fertige Wohnung im 1. OG auf vollen Touren.

Februar - Oktober 2003

Im Dachgeschoß des Anbaus entsteht eine Wohnung, welche am 01.11.2003 von der ersten Mieterin bezogen wird.

2003/2004

Die Räume der ehemaligen Gaststätte "Zum Forsthasu" werden  komplett saniert.

02.Juli 2004

Eröffnung der AD Galerie

01.Februar 2007

Jana Peschke übernimmt die AD Galerie

2008

Andreas Dehnel gibt seinen Anteil am Objekt an Jana Peschke ab

15.09.2009

Nach 3 Jahren im Walzwerk und 5 Jahren im Forsthaus Lauter, davon 2 1/2 Jahre von Jana Peschke geführt, gibt es die AD Galerie nicht mehr